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Ist Gesichtserkennung gut oder schlecht? Es kommt darauf an, wie sie eingesetzt wird

Gesichtserkennung kann eine freiwillige Identitätsprüfung bequemer machen, aber dieselbe Technologie kann auch unerwünschte Überwachung ermöglichen. Die Antwort hängt davon ab, wer die Gesichtsdaten erfasst, wozu sie benötigt werden und was passiert, wenn das System einen Fehler macht.

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Die drei folgenden Behauptungen machen aus einer Frage zu einem bestimmten Einsatz häufig ein pauschales Urteil über die Technologie.

Was es eigentlich ist

Gesichtserkennung vergleicht Gesichtsinformationen mit einer Referenz. Ob dieser Vergleich gerechtfertigt ist, ist eine andere Frage als die, ob er technisch möglich ist.

1

Zweck

Häufige Annahme

Jeder Gesichtsscan identifiziert eine Person namentlich.

Differenziertere Sichtweise

Manche Systeme überprüfen eine angegebene Identität; andere suchen unter vielen Personen nach einer Übereinstimmung.

2

Einwilligung

Häufige Annahme

Ein sichtbares Gesicht bedeutet, dass man es identifizieren darf.

Differenziertere Sichtweise

Fotografiert zu werden bedeutet für sich genommen noch nicht, dass eine informierte Einwilligung zur Gesichtserkennung vorliegt.

3

Genauigkeit

Häufige Annahme

Eine Übereinstimmung ist ein Identitätsnachweis.

Genauer betrachtet

Eine Übereinstimmung ist ein Systemergebnis, das insbesondere bei weitreichenden Folgen eine unabhängige Prüfung erfordern kann.

4

Daten

Häufige Annahme

Nur das Originalfoto ist relevant.

Genauer betrachtet

Auch gespeicherte Vorlagen, Abgleichprotokolle und Zugriffsprotokolle müssen möglicherweise geschützt werden.

5

Umfang

Häufige Annahme

Das Entsperren eines Telefons und die Suche mithilfe öffentlicher Kameras bergen dieselben Risiken.

Genauer betrachtet

Eine von der nutzenden Person veranlasste Prüfung und die Identifizierung von Passanten unterscheiden sich erheblich in Umfang und Kontrolle.

6

Nutzen

Häufige Annahme

Allein die Bequemlichkeit rechtfertigt den Einsatz.

Genauer betrachtet

Der Nutzen muss gegen Fehler, Ausgrenzung, Überwachung und weniger eingriffsintensive Alternativen abgewogen werden.

Rahmenbedingungen

Gesichtserkennung lässt sich eher rechtfertigen, wenn ihr Zweck eng begrenzt ist, die Teilnahme auf einer echten Wahl beruht und Betroffene ein falsches Ergebnis anfechten können.

  • Einwilligung muss echt sein

    Ein Hinweis reicht nicht aus, wenn jemand die Teilnahme nicht ohne Weiteres ablehnen kann. Eine freiwillige Überprüfung ist etwas anderes, als alle Personen zu scannen, die einen öffentlichen Raum betreten.

    AlternativeBieten Sie eine praktikable Möglichkeit, dieselbe Aufgabe ohne biometrische Daten zu erledigen.

  • Für Fehler muss es Abhilfe geben

    Bildqualität, Veränderungen des Aussehens und die Systemleistung können die Ergebnisse beeinflussen. Eine fälschliche Ablehnung kann den Zugang versperren; eine falsche Übereinstimmung kann die falsche Person belasten.

    AbhilfeSorgen Sie für eine menschliche Überprüfung und einen klaren Weg, eine angefochtene Entscheidung korrigieren zu lassen.

  • Daten brauchen eine festgelegte Aufbewahrungsdauer

    Gesichtsdaten unbegrenzt aufzubewahren schafft Risiken, die über die ursprüngliche Überprüfung hinausgehen. Betroffene sollten wissen, was gespeichert wird, wer darauf zugreifen kann und wann die Daten gelöscht werden.

    AbhilfeErheben Sie nur die Daten, die für den angegebenen Zweck erforderlich sind, und legen Sie eine Löschrichtlinie fest.

  • Kreative Tools sind keine Identitätsprüfungen

    Faceai ist eine auf Videos ausgerichtete Kreativmarke. Diese Seite kann weder feststellen, ob eine bestimmte Person eingewilligt hat, noch die Identität einer Person überprüfen.

    AbhilfeHolen Sie eine gesonderte Erlaubnis ein, bevor Sie das Abbild einer Person in einem Projekt verwenden.

Wann Sie es NICHT verwenden sollten

Behalten Sie den Zweck und die Entscheidungsfreiheit der Person im Blick

Verwenden Sie Gesichtserkennung nicht, um Menschen ohne einen klaren, gerechtfertigten Zweck zu identifizieren – insbesondere dann nicht, wenn sie sich dem nicht entziehen können oder ein Fehler schwerwiegende Folgen für sie haben könnte. Holen Sie für ein kreatives Video, in dem das Gesicht einer Person zu sehen ist, deren Erlaubnis ein, statt ein verwendbares Bild als Einwilligung zu betrachten. Faceai ist ein Ort, um kreative Möglichkeiten zu erkunden, kein Ersatz für ein Verfahren zur Identitätsprüfung.

Faceai entdecken
  • Vermeiden Sie die heimliche Identifizierung oder umfassende Überwachung von Menschen, die dem nicht zugestimmt haben.
  • Treffen Sie keine folgenreichen Entscheidungen allein auf Grundlage einer automatisierten Übereinstimmung.
  • Verwenden Sie das Abbild einer anderen Person nicht ohne Erlaubnis in einem kreativen Projekt.

die eigenen FAQ

Keine der beiden Bewertungen passt auf jede Anwendung. Eine freiwillige, begrenzte Identitätsprüfung kann nützlich sein, während eine heimliche Identifizierung oder eine Entscheidung ohne Möglichkeit zum Widerspruch ernsthaften Schaden anrichten kann. Beurteilen Sie den konkreten Zweck, die Entscheidungsfreiheit der Person, das Fehlerrisiko und den Umgang mit den Daten.

Am Anfang stehen ein konkreter Zweck und eine klare Erklärung für die betroffenen Personen. Echte Wahlmöglichkeiten, eine begrenzte Aufbewahrungsdauer, ein sicherer Umgang mit den Daten und die Möglichkeit, Fehler anzufechten, sind wichtiger als das allgemeine Versprechen, das System sei genau.

Eine Übereinstimmung ergibt sich aus dem Vergleich von Bildern oder Gesichtsdarstellungen unter bestimmten Bedingungen. Schlechte Bilder, ähnlich aussehende Personen und Systemfehler können das Ergebnis beeinflussen. Deshalb sollten folgenreiche Entscheidungen nicht allein auf einer automatisierten Übereinstimmung beruhen.

Nicht unbedingt. Wer zustimmt, auf einem Foto zu erscheinen, stimmt damit nicht automatisch zu, dass das Bild mit einer Identitätsdatenbank abgeglichen oder für künftige Überprüfungen gespeichert wird. Der beabsichtigte Verwendungszweck sollte gesondert erläutert werden.

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